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Mobile Heupelletieranlage wurde vorgestellt

Der Kreisbauernverband Reutlingen und der Verein Blumenwiesen-Alb luden am Freitag den 26.2. nach Trochtelfingen-Wilsingen auf den Betrieb der Familie Geisel-hart ein. Die Firma Bauer-Power aus Rüsselsheim, gemeinsam mit der Firma Himel aus Burladingen-Melchingen, präsentierten dort eine mobile Anlage zur Pelletierung von Halmgütern (Stroh, Landschaftspflegeheu usw.) und landwirtschaftlichen Rest-stoffen, wie z.B. Dinkelspelz.
Mit dieser Anlage, die auf einem LKW transportiert wird, ist es möglich zum Beispiel Heu- und Strohballen direkt auf dem Acker zu Pellets zu verarbeiten. Diese können dann in einem Feststoffbrennkessel als Heizmaterial oder als Einstreumaterial im Stall verwendet werden. Herr Schmid, Technischer Leiter der Firma Himel, machte deutlich, daß es mit dieser Technik möglich sei, die regionale Wertschöpfungskette zu schließen. Der Landwirt liefert den Rohstoff, das Material wird an Ort und Stelle pelletiert, eine örtliche Kommune oder Privatperson kauft die Pellets an und ver-brennt sie in der eigenen Heizung. So könne eine ökologische und wirtschaftliche Alternative zu fossilen Brennstoffen geschaffen werden.
Auch die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg beschäftigt sich von wissen-schaftlicher Seite aus mit dem Thema Verbrennung von Halmgut und landwirtschaft-lichen Reststoffen. Herr Reichert informierte in seinem Vortrag über die Eignung die-ser Stoffe zur Verbrennung, im Vergleich zu Holzpellets. Ein qualitativ hochwertiges Pellet habe einen Heizwert, der bei 4-4,5 kWh/kg liege. Für Holz gilt hier ein Wert von ungefähr 5kWh/kg. Die von Herrn Reichert errechnete und vorgestellte Ökobi-lanz für eine Strohpelletheizung fällt außerdem deutlich positiver aus, als für eine herkömmliche Erdölheizung.
An den Vortrag von Herrn Reichert schloß sich eine offene Fragerunde an. Das zahl-reiche erschienene Publikum nutzte diese Möglichkeit rege. Ebenfalls besichtigt wer-den konnte ein haushaltsüblicher Heizkessel für pelletiertes Material der Firma P&H. Für das leibliche Wohl wurde durch den Kirchengemeinderat gesorgt.

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